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Wie mich das Netzwerken weitergebracht hat

Zugegeben, das Wort “netzwerken” oder “Netzwerk” hört man mittlerweile überall, und auch die Wichtigkeit wird immer mehr in den Vordergrund gestellt. Es ist aber wohl gemerkt nicht nur wichtig, dass man netzwerkt, sondern auch und vor allem, dass man die Netzwerke findet, die zu einem passen. Und dabei rede ich nicht etwa von Social Media Plattformen, sondern von den “realen” Netzwerken, die teilweise sogar als Vereine auftreten. Von jeder dieser Gemeinschaften kann man unterschiedlich profitieren, und auch wenn der Netzwerkgedanke als solches zwar erstmal der selbe ist, unterscheidet sich die Umsetzung wesentlich. In diesem Artikel nenne ich euch zunächst 4 gute Gründe für die Teilnahme oder Mitgliedschaft eines Netzwerks. Anschließend erzähle ich euch, wie ich zum Netzwerken gekommen bin und welches meine Lieblings-Netzwerke sind.

4 Gründe für das Netzwerken

  1. Ganz klar: Du kannst wertvolle Kontakte knüpfen. Seien es potenzielle Kunden oder Lieferanten, Geschäfts- oder Kooperationspartner. Irgendeine Art von Geschäftsbeziehung kommt in den meisten Fällen auf kurz oder lang zustande. Möglicherweise triffst du auch auf Gleichgesinnte (ich möchte sie ungern Konkurrenten nennen, denn oft sind sie das gar nicht wirklich) und kannst dich regelmäßig mit ihnen austauschen. Egal wer oder wie – es wird dich in deinem Business weiterbringen.
  2. Du wirst öfter empfohlen. Lässt du dich regelmäßig auf den immer gleichen Netzwerktreffen blicken oder beteiligst dich anderweitig oft am Geschehen, lernen dich die anderen Mitglieder besser kennen. Sie wissen irgendwann, wie du heißt, was du machst und wo dein Spezialgebiet liegt. Vielleicht haben sie sogar schon einmal mit dir zusammengearbeitet. Aber auch wenn nicht – je öfter man im Gespräch ist oder ins Gespräch kommt, desto mehr bleibt man bei dem Gegenüber im Kopf. Und wenn dann in dessen Umgebung genau die Dienstleistung / das Produkt gebraucht wird, wird er sich an dich erinnern und dich weiter empfehlen.
  3. Du profitierst von verschiedenen Angeboten. Netzwerke bieten natürlich noch mehr als nur das Kontakte knüpfen und Empfehlungen. Meistens werden regelmäßige Treffen wie Meetups, Workshops, Seminare oder Vorträge angeboten, an denen man entweder kostenfrei oder gegen eine kleine Gebühr teilnehmen kann. Neben dem Vernetzen kannst du dich also sogar auch noch ein wenig Weiterbilden und deinen Horizont erweitern.
  4. Du kannst deine Expertise zeigen. Weil wir gerade beim Thema Weiterbilden waren: Auch du kannst dein Wissen über solche Netzwerke an andere weitergeben. Vor allem, wenn Formate wie Workshops, Seminare und Vorträge angeboten werden, besteht die Möglichkeit, selbst zum Redner zu werden und dein Knowhow einer breiten Masse zu präsentieren.

Wie ich zum Netzwerken kam

2014, als ich mich nebenberuflich selbstständig machte, hatte ich von all dem noch keine Ahnung. Dass es solche Netzwerke gibt war mir nicht im Ansatz bekannt und ich hatte mich um ehrlich zu sein auch noch nie großartig damit befasst. Bis zu dem Tag, als mir eine gute Freundin von mir einen Job vermittelte …

Von ihr erfuhr ich, dass eine Freundin ihrer Mutter aktuell eine/n Grafiker/in für eine recht große Veranstaltung suchte. Die Veranstaltung selbst sollte erst in zwei Jahren statt finden, aber bis dahin sollte schon jede Menge vorbereitet und Werbung dafür gemacht werden. Das klang super spannend! Ich rief also eine der Organisatorinnen an und wir vereinbarten ein Kennenlern-Gespräch.

Bei dem Gespräch erfuhr ich, dass es sich um eine Veranstaltung der Wirtschaftsjunioren Kaufbeuren-Ostallgäu handelte. Die Veranstaltung sollte in Kaufbeuren stattfinden und es sollten Wirtschaftsjunioren aus ganz Bayern eingeladen werden. Ich war total aufgeregt, als die Zusammenarbeit tatsächlich zustande kam und ich zunächst ein cooles Logo für die Veranstaltung gestalten durfte! Mir wurde klar: Alle meine Arbeiten, die ich für diese Veranstaltung gestalte, werden innerhalb dieses Vereins in ganz Bayern gesehen. ICH werde gesehen. Was für eine riesen Chance! Und zu diesem Zeitpunkt war ich erst seit einem Jahr nebenberuflich selbstständig.

Einige Monate später, nach dem ich bereits das Logo, die Webseite und einige andere Dinge für die Veranstaltung designed habe, wurde ich völlig überraschend von einer der Initiatorinnen gefragt, ob ich mir nicht vorstellen könnte, im Vorstand des Vereins mitzuwirken. Erst dachte ich, das würde zu viel werden, wenn ich neben meinem damaligen Vollzeitjob und meiner nebenberuflichen Selbstständigkeit auch noch Vorstandsarbeit leiste. Doch zunächst schnupperte ich für ein paar Monate als Mitglied in den Verein, nahm an ein paar interessanten Veranstaltungen teil und schließlich durfte ich auch mal an einer Vorstandssitzung teilnehmen. Mir gefiel der lockere, ungezwungene Umgang, den sowohl die Vorstandsmitglieder, als auch die Vereinsmitglieder selbst immer wieder zeigten. Und durch die Veranstaltungen konnte man regelmäßig seinen Horizont erweitern – die im Übrigen zwar hauptsächlich regional, doch ab und zu auch mal überregional / bayernweit stattfanden. Das machte es erheblich leichter, neue geschäftliche Kontakte zu knüpfen. Die Entscheidung fiel mir also am Ende nicht mehr schwer – und seit dem Jahr 2016 bin ich nun nicht nur Vereins-, sondern auch Vorstandsmitglied der Wirtschaftsjunioren Kaufbeuren-Ostallgäu. Seitdem haben sich dadurch nicht nur geschäftliche, sondern auch private Kontakte und Freundschaften ergeben, die ich nicht mehr missen möchte.

Meine Lieblings-Netzwerke

Wer bis hierhin gelesen hat, kann sich zumindest schon ein Netzwerk denken, das zu meinen Lieblingen gehört 🙂 aber bevor ich dazu komme, möchte ich noch kurz betonen, dass die folgenden Netzwerke für mich persönlich wertvoll und nützlich sind. Das unterscheidet sich aber auch sehr von Mensch zu Mensch bzw. von Business zu Business – zu dir passen evtl. andere Netzwerke als zu mir. Das gilt es selbst herauszufinden – ich teile hier meine Erfahrungen zu den Netzwerken, bei denen ich aktiv bin.

Wirtschaftsjunioren – regional, national und international vernetzen

Wer Selbstständige/r oder Führungskraft in einem Unternehmen ist und unter 40 Jahre alt ist, für den können die Wirtschaftsjunioren interessant sein. Es gibt sie überall in Deutschland verteilt – zwar nicht in jedem Ort oder Landkreis, aber die Wahrscheinlichkeit ist relativ hoch, dass man irgendwo im Umkreis auf einen Wirtschaftsjunioren-Verband trifft. Neben dem Austauschen und Vernetzen mit Gleichgesinnten der jüngeren Generation gefallen mir bei diesem Netzwerk auch die interessanten Veranstaltungen. Neben hilfreichen Workshops oder spannenden Vorträgen bekommt man immer wieder die Möglichkeit, im Rahmen einer Betriebsbesichtigung hinter die Kulissen eines Unternehmens zu blicken. Außerdem engagieren sich die Wirtschaftsjunioren auch in verschiedenen sozialen Bereichen, z. B. für die Jugend, für ortsansässige Hilfsorganisationen uvm. Die Veranstaltungen variieren in Art und Anzahl von Verband zu Verband, eine Art “roter Faden” ist aber stets erkennbar. Neben regionalen Veranstaltungen hat man auch mehrmals im Jahr die Möglichkeit, an überregionalen bzw. landes- oder bundesweiten Konferenzen teilzunehmen, die über mehrere Tage (meist Wochenenden) gehen und bei denen man sein eigenes Business-Netzwerk über jegliche Grenzen hinaus erweitern kann.

Unter https://wjd.de/ueber-uns/wirtschaftsjunioren-vor-ort findest du eine Übersicht der Landesverbände. Klickst du auf einen Landesverband, öffnet sich die Webseite des Landesverbandes, auf der du dann wiederum eine Übersicht der jeweiligen WJ-Kreise findest. Dort kannst du herausfinden, wo der nächste Wirtschaftsjunioren-Verband in deiner Nähe ist. Ich selbst gehöre dem Kreis der Wirtschaftsjunioren Kaufbeuren-Ostallgäu an.

MomWorks – Business-Netzwerk für arbeitende Mütter

Das zweite Netzwerk, das zu meinen Lieblingen gehört und das mich ebenfalls in meinem Dasein als “Teilzeit”-Selbstständige weitergebracht hat, heißt MomWorks. Es verhilft arbeitenden Müttern (egal, ob selbstständig oder angestellt) dabei, Familie und Job unter einen Hut zu bekommen. In der gleichnamigen Facebook-Gruppe, die mittlerweile über 1.700 Mitglieder zählt, gibt es die Möglichkeit, Fragen zu stellen, Hilfe zu suchen, Jobangebote oder -gesuche zu posten, seine Angebote zu teilen und vieles mehr. Die Gründerin Birgit Straub-Müller füttert die Gruppe gleichzeitig regelmäßig mit hilfreichem Content, der vor allem darauf abzielt, es dir als “working Mom” leichter zu machen. Außerdem gibt es regelmäßige online- und offline-Treffen, bei denen Birgit allen Beteiligten genügend Gelegenheit bietet, sich gegenseitig kennenzulernen und zu vernetzen. Birgit selbst hat ebenfalls zwei Kinder und ist selbstständig – sie weiß also absolut, von was sie spricht! Durch MomWorks habe ich mittlerweile insgesamt 10 neue Business-Kontakte geknüpft (einige davon sind Kundinnen, ein paar Dienstleisterinnen) – und das, obwohl ich erst seit 1,5 Jahren so richtig aktiv bin. Übrigens ist MomWorks für alle arbeitenden Mütter im deutschsprachigen Raum geeignet – ganz ortsunabhängig. Präsenz-Veranstaltungen finden zwar ausschließlich in München statt; die Online-Treffen sind aber mindestens genauso wertvoll und können ganz bequem von zuhause aus mitgemacht werden. Ich finde dieses Netzwerk einfach toll, weil ich mich unter Gleichgesinnten fühle und man sich hier so wunderbar gegenseitig unterstützt!

In welchen Netzwerken bist du besonders aktiv und warum? Verlinke gerne weitere Netzwerke in den Kommentaren!

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